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Was im Englischen mit „Burn-out“ (englisch (to) burn out: „ausbrennen“) bezeichnet wird, kennen wir als Erschöpfung, Zusammenbruch oder Leistungsunfähigkeit. Zu den ersten Warnsignalen zählen oft chronische Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Energiemangel. Folgen sind Schlafstörungen, mangelnde Konzentrationsfähigkeit und leichte Gedächtnislücken. Je länger man die Erschöpfung verdrängt und dagegen ankämpft, umso mehr werden Kraftreserven aufgebraucht. Es bleibt immer weniger Kraft und Muse für Hobbies, eine abwechslungsreiche Ernährung, sportliche Aktivitäten und Abwechslung übrig. Ab einem gewissen Punkt sind Motivation und Selbststeuerung nicht mehr vorhanden. Ungeduld, Intoleranz, leichte Reizbarkeit und das Gefühl der inneren Ohnmacht und Leere sind daraus resultierende Symptome. Weitere Begleiterscheinungen können außerdem sein: Atemnot, Herzbeschwerden, Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen, Muskelverspannungen und Rückenschmerzen, Probleme Entscheidungen zu treffen, Nervosität, Pessimismus, fehlendes Selbstwertgefühl, Resignation, Flucht in Suchtmittel (z.B. Koffein, Nikotin, Alkohol, Kokain, Amphetamine). Koffein bringt keine Energie, es mobilisiert nur die Energiereserven. Wenn die „Batterie“ aber ohnehin schon fast leer ist, dann wird diese fast aufgebrauchte nur noch weiter entleert.

Je öfter der Körper über die Grenzen hinaus gefordert wird,  umso schneller kann das zu irreversiblen Schäden der Nebennieren und Drüsen führen. Einige Organe und Hormone im Körper spielen bei Erschöpfung eine große Rolle und können im schlimmsten Fall auch „streiken“:

  • Nebennieren
  • Schilddrüse
  • Bauchspeicheldrüse
  • Galle, Leber, Darm
  • Eierstöcke und Hoden
  • Gehirn

Bei Erschöpfung schaffen es die Nebennieren zunehmend weniger, den Körper mit ausreichender Hormonausschüttung zu versorgen. Die Stresshormone Cortisol und Adrenalin oder auch das Noradrenalin werden in den Nebennieren gebildet. Wenn in den Eierstöcken oder Hoden nicht mehr genug Hormone gebildet werden, versuchen die Nebennieren dies zu kompensieren. Wenn körpereigenen Ausgleichsmöglichkeiten erschöpft sind, lautet die Diagnose „Burn-out“.

In Blut und Speichel gibt es verschiedene Tests, um den Status der (noch übrigen) Leistungsfähigkeit festzustellen.

Bei Burn-out ist es wichtig, die Ursachen herauszufinden, die Stressfaktoren zu erkennen und dementsprechend sein Leben zu ändern. Dies erfordert in der Regel viel Kraft und Überlegung, ein Gespräch mit einem vertrauten Therapeuten, Stresstherapeuten oder Seelsorger kann hier von großem Nutzen sein. Bei Burn-out ist es nicht sinnvoll, sein Leben von heute auf morgen radikal zu verändern, sondern Schritt für Schritt vorzugehen.

Weiterführende Links

Hashimoto und Unterfunktion der Nebennieren: www.kit-online.org/HT-Nebennieren
Burnout Syndrom, die neue Stress-Erscheinung: www.zentrum-der-gesundheit.de/burn-out-syndrom.html

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