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Gehirnforscher sind sich in diesem Punkt einig: Hormone beeinflussen unsere Gefühle maßgeblich. Kommt unser Hormonsystem (durch äußere oder innere Faktoren) ins Ungleichgewicht, kann das starke Auswirkungen auf unsere Gefühlswelt und unser Denken haben.  „Glückshormone“ wie Serotonin, aber auch Schilddrüsenhormone, Geschlechtshormone und Nebennierenhormone spielen hier eine große Rolle.

Die Forschung nach der Ursache ist hier viel wichtiger, als eine vorschnelle medikamentöse Symptombehandlung. Psychopharmaka mag bei starken Ängsten wie eine Erlösung wirken, löst aber nicht die Ursache der Ängste oder Panikattacken. Nebenwirkungen treten häufig auf. Es ist wichtig nach den individuellen Ursachen psychischer Probleme zu suchen.

Ein erster Schritt wäre den Hormonstatus überprüfen zu lassen. Nicht immer ist das Hormonsystem die Ursache für Depressionen oder Ängste – aber sehr oft. Oft liegen wesentliche Verstärker einer hormonellen Ursache zu Grunde, die zu extremen Schwankungen im Hormonbereich führen können. Eine hormonelle Unterstützung kann durch einen Arzt oder Therapeuten erörtert werden – sofern ein entsprechender Test Signale dazu gibt.
Auch der Magen kann eine Ursache sein, manchen schnürt Stress regelrecht den Magen zu. Dass die Psyche den Bauch beeinflusst, ist bekannt. Es könnte aber auch andersherum sein: Möglicherweise ist der nicht gesunde Bauch Auslöser von Stimmungen, Ängsten, Stress und Depressionen.
Der Darm kann Emotionen und unser Verhalten ebenfalls sehr stark beeinflussen.
Genauso können Schadstoffbelastungen, Nährstoffmängel oder Erschöpfung (Burn-out) eine wichtige Rolle spielen.
Heftige Adrenalinstöße bei Gefahr, hoher Zuckerkonsum und Stress können ebenfalls eine Ursache sein, genauso wie Histamin.

Wenn belastende Ereignisse oder eine schwierige Familiengeschichte aufzuarbeiten zu sind, kann eine psychotherapeutische Begleitung von großem Nutzen sein.

Bezüglich Psychopharmaka fordern wir mit Nachdruck ein neutrales Zulassungsverfahren von Wirkstoffen und Produkten, die sorgfältig auf Nutzen und Risiko geprüft werden –bevor sie auf den Markt kommen. Dazu muss es eine unabhängige, unbestechliche Kontroll-Organisation geben, die das Zulassungsverfahren überprüft. Alle abgebrochenen Studienversuche, sämtliche außergerichtliche Verfahren bezüglich Nebenwirkungen und Schadensersatzklagen sollten von Anfang bis Ende öffentlich überwacht und in verständlicher Sprache im Internet einsehbar sein. Außerdem sollten die Doppel-Blind-Studien immer mit nicht behandelten Menschen erfolgen und nicht Wirkstoff A mit Wirkstoff B verglichen werden. Hier scheint ein sehr großer Aufklärungs- und Handlungsbedarf für unsere öffentlichen Behörden zu bestehen. Solange dies nur unzureichend geschieht, sind wir auf einen Erfahrungsaustausch angewiesen. Wir möchten dies über Literatur, Internet und Veranstaltungen anregen. Auch die regionalen Selbsthilfegruppen können dafür eine gute Plattform geben.

Wir empfehlen wachsam zu sein, wenn Beratern oder Fachkräften einer Organisation oder Internetportals nicht mehr einfällt als Psychopharmaka und hoch dosierte Johanniskraut-Pillen zu empfehlen. Erst die Chemie – alles weitere ist Kür. Oft läuft es leider darauf hinaus.

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