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Netzwerk News November/Dezember 2022

Datum: 18. Dezember, 2022 | Kategorie:

Themen

(1) Aktuelles aus der Arbeit der Hormonselbsthilfe und CENSA
1.1 Unterschied zwischen 17𝛃-Estradiol und 17𝛂-Estradiol
1.2 Ist eine effektive Behandlung bei beginnender benignen Prostatahyperplasie mit natürlichen Mitteln möglich?
1.3 Unterschied zwischen Folsäure und Folat
1.4 Wärmendes Massageöl selbst herstellen
1.5 CENSA-Probeeinsendungen jetzt mit freigemachtem Rücksendekuvert

(2) Nachrichten aus dem Netzwerk
2.1 Tinkturen herstellen
2.2 Senföle in der Kapuzinerkresse und Meerrettich – Rückmeldung von Patrizia Siegl-Groß zum Senföl-Artikel im letzten Newsletter
2.3 Ein neues Buch von Netzwerk-Kollegin Angela Failing-Striebel
2.4 Ergänzender Hinweis zu Serrapeptase
2.5 Statistik im Ärzteblatt – Mehr Antidepressiva für junge Mädchen verordnet

(3) Nachrichten bezüglich Schulungen
3.1 Kommende Präsenzschulungen
3.2 Save the date: Netzwerktreffen 13.–14. Oktober 2023 ­

Liebe Netzwerkkollegen,

an den vielen Fallgeschichten, die durch unsere Hände gehen, sehen wir die Hormonauswirkungen in der dunklen und kalten Jahreszeit. Unser Hormonsystem hatte in diesem Sommer besonders viel Animation. Umso mehr spüren viele Kunden den zunehmenden Hormonmangel. Ein eingeschränktes Immunsystem ist dann doppelt bedrohlich. Deswegen werdet Ihr in den kommenden Monaten besonders viel zu tun bekommen.

Bitte beachtet den letzten Punkt dieses Newsletters, der auf das Netzwerktreffen 2023 und die nächsten Schulungen im neuen Jahr hinweist.
In diesem Newsletter haben wir einen Beitrag für die Therapie von Prostatabeschwerden eingefügt, der von Christoph Wolf stammt. Er und seine Frau Susanne begleiten uns schon lange im Netzwerk. Etliche von Euch erinnern sich sicherlich an seinen eindrucksvollen Vortrag beim Netzwerktreffen. Er schilderte dort seine persönlichen Erfahrungen mit Parkinson und berichtete über alternative und selbst ausprobierte Hilfen – inklusive der natürlichen Hormone.

Mögen die Tage rund um das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel von frohen und besinnlichen Momenten geprägt sein – ob im Familiengewimmel oder mit Freunden.

Abschließend ein Satz aus einem alten Weihnachtsgedicht: Wir können Dich Kind in der Krippe nicht fassen. Wir können die Botschaft nur wahr sein lassen.

Mit adventlichen Grüßen,
Eure Elisabeth und das Team der Hormonselbsthilfe ­
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(1) Aktuelles aus der Arbeit der Hormonselbsthilfe / CENSA

1.1 Unterschied zwischen 17𝛃-Estradiol und 17𝛂-Estradiol
Eine Netzwerkärztin fragte bei uns nach, ob 17𝛂-Estradiol eine natürliche Hormonart ist. Daraufhin haben Annette Loos und ich etwas recherchiert. Die Antwort auf die Frage ist: JA!

Annette Loos schreibt für Euch eine Zusammenfassung zum Unterschied beider Hormonarten:

Wir haben bereits in unserer Basisschulung gelernt, dass die Gruppe der Östrogene eine Vielzahl von verschiedenen Östrogenarten umfasst.

Das 17𝛃-Estradiol ist eines davon, wir verwenden das Kürzel E2 dafür.

Hin und wieder liest man aber auch von einem 17𝛂-Estradiol.

Für die an Chemie interessierten Kollegen unter uns:
Beide Estradiol-Arten haben die gleiche Strukturformel (C18H24O2).
Sie unterscheiden sich aber in der dreidimensionalen Ausrichtung. Das wiederum verändert die Wirksamkeit des Moleküls.

17𝛃-Estradiol ist unser weiblich prägendes Sexualhormon.
17𝛂-Estradiol hat eine wesentlich schwächere weiblich prägende Wirkung als das 17𝛃-Estradiol, und zwar so schwach, dass man die geschlechtsspezifische Wirkung quasi vernachlässigen kann.

Ist es nicht interessant, dass nur durch eine andere Anordnung oder Form der gleichen Bestandteile eine andere Wirkung erzielt wird?

In unserer Männerschulung (Fachschulung 9) besprechen wir das DHT (Dehydrotestosteron) ausführlich:
Das Enzym 5-𝛂-Reduktase synthetisiert aus dem Testosteron das DHT. Das DHT ist ein potenteres Androgen als Testosteron und bewirkt u.a. Haarausfall.

17𝛂-Estradiol blockiert die 5-𝛂-Reduktase und reduziert somit das DHT.

Es gibt Haartonika, die 17𝛂-Estradiol enthalten und äußerlich bei hormonell bedingtem Haarausfall angewendet werden können.

Wer von Euch noch weitere Erkenntnisse / Erfahrungen hat, möge sie bitte an uns weitergeben.

1.2 Ist eine effektive Behandlung bei beginnender benignen Prostatahyperplasie mit natürlichen Mitteln möglich?

Von Netzwerkkollege Christoph Wolf

Die Arbeitshypothese:

Die Prostata ist eine männliche Hormondrüse. Sie entwickelt sich beim Embryo aus dem gleichen Keimblatt wie bei Mädchen die Gebärmutter. Beide Organe reagieren anatomisch und funktionell in mancher Hinsicht vergleichbar. So ist davon auszugehen, dass eine Therapie auch von hormoneller Seite betrachtet werden sollte. Dabei ist auf eine ausgeglichene Hormonlage zu achten (sowohl von männlichen als auch weiblichen Hormonen). Bei Regulierungsbedarf können die sogenannten Phytohormone genutzt werden. Die speziell für Prostatabeschwerden zusammengestellte Teemischung vereint die notwendigen Nährstoffe und Phytohormone. Die hier beschriebene Untersuchung zeigt die mögliche Wirkung einer solchen Vorgehensweise – ohne direkte, medikamentöse Hormontherapie.
Bezugnehmend auf die Hypothese sollen hier noch einige, zum Verständnis wichtige Faktoren, erläutert werden. Die Prostata ist kein Organ, das für sich alleine steht, sondern ist funktionell dem Urogenitaltrakt zugeordnet. So sollte eine BPH (Benigne Prostatahyperplasie) zunächst nicht als Krankheit gesehen werden, sondern auch als funktionelle Störung innerhalb des Urogenitaltrakts. Diese funktionelle Störung soll hier in kurzen Zügen erläutert werden, damit ein Verständnis für den therapeutischen Ansatz gegeben ist.

Zunächst vereinfacht die Anatomie der Prostata
Die Prostata ist eine etwa walnussgroße Drüse, die aus 2 äußeren und einem mittleren Lappen, der die Harnröhre umschließt, gebildet wird. Um diese 4 anatomischen Strukturen geht es hier maßgeblich. Die anatomische Bezeichnung des mittleren Lappens ist wegweisend für funktionelle Ursachensuche und später auch für den entsprechenden Therapieansatz. Er heißt: Utriculus prostaticus = prostatisches Gebärmütterchen. Phylogenetisch ist das ein rudimentäres Organ des weiblichen Geschlechtstraktes – die verkümmerten Müllergänge. Und genau dieser Utriculus scheint der Teil zu sein, der bei einer BPH anschwillt, die Harnröhre mehr und mehr einengt und letztlich die Funktion des Wasserlassens beeinflusst.

Die funktionelle Kaskade im männlichen Geschlechtstrakt
Sie liefert einen ebenso wesentlichen Beitrag zum Therapieansatz.
1. Die Hoden (Bildung Testosteron und Spermien)
2. Ableitende Geschlechtswege (Nebenhoden, Samenleiter, Spritzgänge, Harnsamenröhre)
3. Sekret absondernde Drüsen (Nebenhoden, 2 Bläschendrüsen, 2 Cowpersche Drüsen)

Wenn dieses gesamte und zusammenhängende System reibungslos funktioniert, kommen die wichtigen Signale bei der Prostata an. So wird diese im erforderlichen Maß und zum richtigen Zeitpunkt ihre Drüsensekrete bilden und ausschütten. Wenn die äußeren Lappen ihre Funktion erfüllen, bleibt der mittlere Lappen (Utriculus prostaticus) normalerweise in der gesunden Größe und behindert nicht den Harnfluss!

Die Steuerung hierfür braucht eine hormonelle Grundversorgung, die bei älteren Männern oft weniger vorhanden ist, als bei der jungen Generation. Ist das nicht ein Hinweis auf die Frage, warum junge Männer in aller Regel keinen Prostatakrebs oder eine BPH entwickeln? Es ist davon auszugehen, dass unter anderem das ausgewogene Verhältnis vom Estradiol zum Progesteron und Testosteron verantwortlich gemacht werden kann, wenn die Prostata nicht einwandfrei funktioniert. Daher kann man mit zunehmendem Alter bei Männern feststellen, dass in dem Maße wie Testosteron und Progesteron abnehmen, sowie das Estradiol steigt, die Prostataprobleme zunehmen. Dieser Zusammenhang sollte deshalb bei jeder Prostata-Diagnose beachtet werden, um eine Therapie im ganzheitlichen Sinne gestalten zu können.
Auch die Schulmedizin hat hier einen Ansatz, der das Testosteron berücksichtigt – aber in umgekehrtem Sinn: Testosteron nicht überprüfen (und notfalls unterstützen), sondern es (ohne vorausgegangene Messung im Speichel) zu blockieren. Das Estradiol mit einem Aromatasehemmer zusätzlich bremsen, aber das Progesteron wird vernachlässigt. Da oft auch noch Einflüsse von synthetischen Hormonen im Alltag dazukommen (sogenannte Xenohormone), tut sich der Körper mit einer naturgemäßen Prostatafunktion doppelt schwer.
Nach allem, was man derzeit weiß, ist das Östradiol (E2) bei der Frau für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut zuständig. Bei einer unangemessen hohen E2-Versorgung kann langfristig ein pathogenes Zellwachstum begünstigt werden. Könnte dann das „Gebärmütterchen“ utriculs prostaticus beim Mann genauso auf eine Östradiol-Dominanz reagieren? Eventuell irgendwann auch pathogen? Was also könnte näherliegen, als die erhöhte Östradiol-Produktion zu reduzieren und die Testosteron und Progesteron-Versorgung zu verbessern um damit das männliche „Gebärmütterchen“ zur Rückbildung zu veranlassen? Damit hätte die Harnröhre wieder ausreichend Platz für den Harndurchfluss.

Natürlich klingt es paradox, zu dem evtl. zu hohen Östradiol (wie oben im schulmedizinischen Ansatz beschrieben) zusätzliche Pflanzenimpulse vom Estradiol-Bereich in einer Teemischung hinzuzufügen. Aber wenn man die körpereigene, zu hohe Produktion dadurch temporär begrenzt entlastet, kann dies oft dazu führen, dass der Körper seine Produktion auf ein Normalmaß reduziert. Ist dies geschehen (messbar mittels Speicheltest), sollte man eine Teemischung mit einer E2-Animation ausschleichen. Dieser Zusammenhang wird bei der schulmedizinischen Variante komplett außer Acht gelassen.

Eine Anwendung von Phytohormonen und anderen pflanzlichen Stoffen, kann der Körper in körpereigene Hormone umbauen. Diese Betrachtungen führten mich dazu, nach dafür geeigneten Teemischungen zu suchen, um damit eine beginnende oder mittelschwere BPH zu behandeln.

Bestandteile des Tees und ihre möglichen Wirkungen

Hafer/Flughafer
Testosteronlieferant, nervenstärkend, (B1, B6), cholesterinsenkend

Beifuß
Antibakteriell, durchblutungsfördernd, verdauungsregulierend, beruhigend, krampflösend

Yamswurzel

Gallenflussfördernd, entzündungshemmend, psychisch ausgleichend

Himbeerblätter

Immunsystemfördernd, entzündungshemmend, verdauungsfördernd

Traubensilberkerze
Entspannend, hormonunterstützend

Damiana

Stressfolgen mindernd, beruhigend, Entzündungen der Prostata, aber auch Libido/Erektion verbessernd

Johanniskraut
Ausgleichend im Neurotransmittersystem, Hormonen, psychisch beruhigend

Schafgarbe
Haut und Schleimhautentzündungen werden gebessert, Unterleibskrämpfe reduziert

Studienergebnis

Ich fragte etliche Männer an, ob sie für einen Tee-Versuch zur Verfügung stehen würden. An der Studie nahmen 21 Personen, über einen Zeitraum von 4 Wochen teil. Ausgewählt wurden sie zufällig aus dem Bekannten-, Freundes- und Familienkreis. Alter zwischen 45 und 65 (kritisches Alter). Die Anforderung war, jeden Tag eine Tasse „Manpower-Tee“, morgens auf nüchternen Magen zu trinken. 2 Studienteilnehmer nahmen nicht teil, da sie über keinerlei der abgefragten Symptome klagten und sich somit für nicht geeignet hielten. 11 ausgefüllte Fragebögen kamen zurück.

Auswertung
In fast allen Bereichen waren Veränderungen sichtbar. Signifikant waren folgende Ergebnisse:
Bei der Frage „Wie oft hatten Sie das Gefühl, dass Ihre Blase dem Wasserlassen nicht ganz entleert war?“ verbesserten sich 10 % auf „niemals“ und 30 % auf „seltener“ als in einem von 5 Fällen.
Noch deutlicher war der Effekt bei der Frage „Wie oft mussten Sie innerhalb von 2 Stunden ein zweites Mal Wasser lassen?“ Hier verbesserten sich 30 % auf niemals und 50 % auf seltener als in 5 Fällen.
Ebenso eine deutliche Verbesserung (50 %) wurde bei der Frage nach dem „Harnstottern“ angegeben: „Wie oft mussten Sie beim Wasserlassen mehrmals aufhören und wieder neu beginnen?“
Alle Studienteilnehmer waren bei der Frage nach dem Pressen beim Wasserlassen, am Ende der 4 Wochen beschwerdefrei!
Ein weiteres Argument für den Tee ist die Tatsache, dass am Ende der Studie alle Teilnehmer keine Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen mehr hatten: eine Verbesserung um 30 %. (Nicht alle hatten das Symptom bei Studienbeginn.)

Trotz der teilweise signifikanten Verbesserungen in Teilbereichen und einer durchschnittlichen Verbesserung von nahezu 20 %, wenn alle Fragen kumuliert werden, kann anhand dieser Studie kein direkter Zusammenhang zwischen organischer Gesundheit oder Symptomverbesserung der Beschwerden und der Libido und /oder der erektilen Dysfunktion hergestellt werden.

Bei Fragen nach der Libido/erektilen Dysfunktion gaben nicht alle Teilnehmer Wertungen ab. In diesem Bereich ist im erwähnten Probandenkreis ein „Outing“ besonders schwer. Darüber hinaus ist in diesem Bereich von zusätzlichen Komponenten auszugehen, die allein durch die Tee-Anwendung nicht behoben werden.

Zusammenfassend kann mit der Studie gezeigt werden, dass mittels einer sorgsam ausgewählten Mischung aus natürlichen Wirkstoffen eine durchaus signifikante, problemorientierte Verbesserung erreicht werden kann. Wenn diese Werte für einen Patienten noch zu wenig sind, könnte im Sinne der komplementären Medizin, eine Kombination aus Schulmedizin und Naturheilkunde, in Betracht gezogen werden.

Aufgrund der deutlichen Wirkung, beziehen seit der Studiendurchführung 3 Probanden regelmäßig den Tee für den alltäglichen Gebrauch.

Verwendete Literatur:
Natürliches Progesteron John R. Lee; Aske Verlag; 6. Auflage
Wie Männer stark bleiben Dr. John R. Lee; Familienverlag Buchner; Erstauflage 2005
Der Mann und seine Hormone Elisabeth Buchner; Familienverlag Buchner; Erstauflage 2016
Erbarmen mit den Männern Sophie Ruth Knaak; Ennsthaler Verlag Steyr; 6. Auflage 2016
Heilpflanzen für Männer James Green; Herausgeber: Olaf Rippe; AT Verlag; 2019 ­

1.3 Unterschied zwischen Folsäure und Folat  
Von unserer Netzwerkkollegin, Barbara Mauerer, bekam ich einen wichtigen Hinweis zur Folsäure. Sie wird ja in der Schwangerschaft großzügig verordnet und ist nicht nur zu diesem Zweck Bestandteil vieler Nahrungsergänzungsprodukte. Wir sehen manchmal in den Tests, dass unter regelmäßiger Einnahme von hochdosierter Folsäure evtl. das Estriol begünstigt wird. Ob dem wirklich so ist? Es gibt ja noch mehr Wirkstoffe, die das Estriol steigen lassen. Noch sind wir dabei, diesen möglichen Zusammenhang zu beobachten.
Während Folsäure nur in Nahrungsergänzungen enthalten ist, findet man dessen natürliche Form, das Folat, z.B. in Gemüse wie Spargel, Brokkoli, Linsen, Kichererbsen, Salat, Rosenkohl u.a. Sehr wahrscheinlich gibt es auch bei der Folsäure eine therapeutisch begrenzte Spanne.
Zu wenig Folat oder zu viel Folsäure kann Nachteile haben und sich mit Symptomen bemerkbar machen.
Besonders die Langzeitwirkungen von zu viel Folsäure-Unterstützung sind laut Studien zu bedenken. Eine hohe Folsäure-Anwendung in der Schwangerschaft kann in späteren Jahren beim Nachkömmling zu einem doppelten Risiko von Brust-, Dickdarm- oder Prostatakrebs führen.
Beim Folat scheint das nicht so zu sein, denn es ist von Natur aus in vielen Lebensmitteln enthalten, die eher für eine stärkere Abwehrkraft gegenüber Tumorentstehung bekannt sind.

Die hier aufgeführten Informationen entstammen weitgehend dem Buch von Dr. Joel Fuhrmann „Superimmun“ und der Studie Folic acid depletion as well as oversupplementation helps in the progression of hepatocarcinogenesis in HepG2 cells 

1.4 Wärmendes Massageöl selbst herstellen
Menschen mit Schilddrüsenunterfunktion oder auch zierliche Personen leiden in der kalten Jahreszeit häufiger unter kalten Füßen, Händen und Pobacken. Von „Stubenhockerei“ (wenig Bewegung) wird das natürlich zusätzlich begünstigt. Nicht immer hat man gleich ein Fußbad, eine Wärmflasche oder warme Wollsocken zur Hand. Aber wie wäre es mit einem wärmenden Öl, das man während der Büroarbeit (Toilette) schnell mal auftragen kann?

Für das wärmende Massageöl braucht man ein Basisöl. Je nach Hautempfindlichkeit und Allergiebereitschaft, kann man verschiedene Arten verwenden. Besonders geeignet sind Senföl, Olivenöl oder (bei Estradiol-Mangel) auch Mandelöl. Dieses Basisöl kann man mit zusätzlichen, wärmenden Substanzen „anfeuern“, wie z.B. mit Chili, Senfpulver oder frisch geriebenen Meerrettich (mit Wasabi habe ich es noch nicht probiert).

Ein wärmendes Massage- oder Hautöl herstellen:

Je nachdem, welche Chilisorte verwendet wird, kann man auch mehr verwenden. Es ist generell empfehlenswert mit weniger Chili zu starten, um die Reaktion der Haut zu testen.
Man kann außerdem ätherische Duft-Öle hinzugeben, wie z.B. 10 – 20 Tropfen ätherisches Oreganoöl, Eukalyptusöl, japanisches Minzöl, Rosmarinöl, Ingweröl u.a.

Öl-Auszug (Kaltmethode)   
Um schonend vorzugehen und mehr von den wertvollen Inhaltsstoffen zu bewahren, ist ein Ölauszug in der Kaltmethode geeignet (Ich gehe am liebsten auf diese Weise vor).

Für diese Variante benötigt man getrocknetes Pflanzenmaterial als Pulver oder geriebenen Meerrettich.

Bei der Anwendung evtl. Einmalhandschuhe tragen, denn an der Handfläche kann die Reizung unangenehmer sein als am Fuß und den Beinen. Wer sehr empfindliche Haut hat, sollte mit mehr Ölgrundlage verdünnen.

1.5 CENSA Probeneinsendungen jetzt mit freigemachtem Rücksendekuvert
Die letzten Monate haben wir Schrittweise neue Rücksendekuverts für die Probeneinsendungen eingeführt. Für die Länder Deutschland und Schweiz sind diese nun vorfrankiert und müssen vom Kunden daher nicht mehr frei gemacht werden. Für alle anderen Regionen bleibt es bei dem Verfahren, dass der Kunde die Sendung frankiert. Das nur zur Info, falls Ihr von Patienten darauf angesprochen werdet.

Nachrichten aus dem Netzwerk

2.1 Tinkturen herstellen
Es ist schön, dass Sabine Bäumer (Apothekerin der Eisbärapotheke in Karlsruhe) gleich den Ball aufgegriffen und meine Zeilen zur Tinkturherstellung ergänzt hat. Vielen Dank! Ja, unsere Apotheken sind eine vertraute Adresse um fertige Tinkturen zu beziehen. Alle unsere Netzwerk-Apotheken bieten eine Vielzahl an bekannten und gemixten Tinkturen oder Lösungen an. Dr. Hartmut Fischer regt auch immer wieder dazu an, DMSO (anstatt Alkohol) für selbst gemachte Auszüge zu nutzen. Gemmo-Therapeuten ermutigen ebenso Tinkturen mit Knospen herzustellen. Sibylle Broggi hat viele YouTube-Clips gedreht, wie Pflanzentinkturen hergestellt und genutzt werden können. An Anregungen fehlt es nicht.

Was unsere Netzwerk-Apotheken (und auch andere naturheilkundliche Apotheken) entwickelt haben und anbieten, erfragt man am besten direkt bei ihnen. Sie geben nicht nur an, was sie alles selbst herstellen, sondern erklären teilweise auch in Dokumenten oder Heftchen, wie man die Pflanzenauszüge therapeutisch nutzen kann. Normalerweise hatten wir ja bei den früheren Präsenzschulungen und Netzwerktreffen immer einen Schwung Ansichtsmaterial zum Probieren und Anfassen dabei. Das ist derzeit bei den Webinaren leider nicht möglich.
Wenn ich meine „Demo-Apotheke“ in großen Abständen nach Haltbarkeit durchsehe, dann kommt etwas Wehmut bei mir auf, weil es bei den Schulungen immer ein dichtes Gedränge mit angeregter Diskussion an dem „Demo-Apothekentisch“ gab. Aber vielleicht ergeben sich in Zukunft auch online Möglichkeiten, interessante und neu entwickelte Produkte vorzustellen. Apotheken im Netzwerk, die selbst bioidentische Hormonpräparate herstellen, findet Ihr in unserem internen Bereich der Internetseite www.hormonselbsthilfe.de

Hier die Zeilen von Sabine Bäumer:
„Zu dem Thema Tinkturen hast du im letzten Newsletter einiges geschrieben. Du weißt ja, dass ich darauf spezialisiert bin. So haben wir z.B. ein Ausleitungsprogramm für Impfungen hergestellt. Ein Beispiel: Die Katzenkralle haben wir mit verschiedenen Kräutern, Artemisia annua in einer Tinktur verpackt. Wir bieten ein Rachenspray mit Cystus und Propolis an. Ein onkologisches Programm mit Graviola ist genauso vorhanden. Inzwischen habe ich ein Sortiment mit 120 pflanzlichen Tinkturen und weitere sind im Entstehungsprozess.
Manchmal reicht es nicht aus, einfach die Pflanzen in Alkohol zu legen. Wir gebrauchen bestimmte chemische Herstellungsprozesse, wie z.B. die Veraschung, das Gefrieren oder Destillieren. Unsere Tinkturen entstehen über 4 – 6 Wochen bis sie fertig und den richtigen Gehalt haben.“

2.2 Senföle in der Kapuzinerkresse und Meerrettich – Rückmeldung von Patrizia Siegl-Groß zum Senföl-Artikel im letzten Newsletter
Patrizia erinnerte mich daran, dass das sehr bekannten Präparat Angocin mit Kapuzinerkresse und Meerrettich kombiniert ist. Da beide Pflanzen reichlich Senföl enthalten, sind die Kapseln von Angocin für Erkältungskrankheiten von großem Nutzen.
Angocin: Pflanzliche Infektabwehr bei Erkältung und Blasenentzündung

Patrizia empfiehlt auch die Solunat Nr. 3 Urtinktur um die Körpertemperatur hochzubringen, wenn jemand nicht oder schwer fiebern kann. Das gibt es auch! www.soluna.de

2.3 Ein neues Buch von Netzwerk-Kollegin Angela Failing-Striebel
In unserem Netzwerk sind etliche Kolleginnen und Kollegen, die eine der mehreren homöopathischen Therapieformen praktizieren. Andererseits gibt es Fachkräfte in unseren Reihen, die homöopathische Medikamente generell ablehnen oder zumindest die energetische Wirkung von Homöopathie. Das ist für unsere homöopathisch therapierenden Kollegen oft schwer zu verstehen und zu akzeptieren. Sie fühlen sich abgelehnt und in Frage gestellt. Ich möchte einladen, bei solchen Gesprächen nachzuhaken, warum manche, ehemals überzeugten Homöopathen, ihre Einstellung zu dieser Therapieform geändert haben. Sie glauben, dass nicht immer derjenige, der erfolgreich heilt, auch Recht hat. Heilung ist ein vielschichtiges Geschehen. Deshalb ist es gut, wenn wir anstatt einander zu verurteilen, genau zuhören, wie eine andere Überzeugung gewachsen ist. Ich selbst bin fasziniert vom direkten Nutzen der Kräuter und Heilpflanzen – auch im Hormonbereich. Trotzdem achte ich das Zusammentragen von Erfahrungen unserer Kollegin Heilpraktikerin Angela Failing-Striebel, die sich hauptsächlich mit Anwendungen von C30 Potenzen beschäftigt. Sie beschreibt ihr neues Buch Die Homöopathische Taschenapotheke C30 folgendermaßen:
„Handbuch für die sichere Auswahl eines homöopathischen Mittel C30 in der Selbstmedikation.“
In diesem Buch bündle ich meine jahrzehntelangen Erfahrungen in der Anwendung von Globuli in C30. Mit dem Untertitel „Unterschätzen Sie niemals Ihre eigenen Selbstheilungskräfte!“ will ich jede/n Interessierte/n ermutigen, selbstständig die eigenen Selbstheilungskräfte zu stärken. Das Buch ist für zuhause und unterwegs geeignet. Gefüllt mit 1,2 g Globuli Röhrchen sind bis zu 60 Mittel in einer Taschenapotheke. Diese bieten Hilfe bei kleinen Verletzungen, Husten-Schnupfen-Heiserkeit, Verdauungsbeschwerden oder Insektenstichen. Mein Buch erklärt, wie die C30 angewendet wird. Die Arzneimittelbeschreibungen und Indikationen sind auf C30 abgestimmt. Das Besondere des Buches sind Hinweise auf Arzneimittel-Kombinationen zu Heilende Schlucke.
34 €, ISBN: 9 783000 703058, Verlag: Angela Failing-Striebel
Bestellung: www.homoeopathischetaschenapothekec30.de

2.4 Ergänzender Hinweis zu Serrapeptase
Isabel Gäßner antwortete auf meine Frage bezüglich Erfahrungen mit Serrapeptase im letzten Newsletter. Sie verweist auf die Seite symptome.ch, die einen langen Beitrag dazu zur Verfügung stellt. Symptome.ch: Serrapeptase – Nattokinase – Marcumar
Vielen Dank, liebe Isabel!

2.5 Statistik im Ärzteblatt – Mehr Antidepressiva für junge Mädchen verordnet
Mehrfach wurde ich von Euch auf diesen Artikel im Ärzteblatt aufmerksam gemacht. Demnach wurden 2021 im Vergleich zu den Vorjahren 54 % mehr Mädchen (Alter 15 bis 17 Jahre) wegen Essstörungen behandelt. Angststörungen nahmen bei jugendlichen Mädchen um 24 % zu. In der Gruppe der 10 bis 14-jährigen Mädchen stiegen die Neuerkrankungen bei Depressionen um 23 %, bei den 15 bis 17-jährigen Mädchen um 18 % im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit.

Die an einer Depression neu erkrankten jugendlichen Mädchen bekamen auch deutlich häufiger entsprechende Antidepressiva. Der Anteil stieg 2021 um 65 % (!) im Vergleich zu 2019.

Diejenigen, die bereits an der Schulung 3 teilgenommen haben, wissen um die möglichen Einflüsse von Psychopharmaka auf unser Hormonsystem. Umso besorgniserregender sind diese Zahlen.

aerzteblatt.de Mehr Antidepressiva für junge Mädchen verordnet 

Nachrichten bezüglich Schulungen

3.1 Kommende Präsenzschulungen
Die erste Schulung 1 vom 20. bis 21. Januar wird noch in Webinar-Form sein, zu der sich schon erfreulich viele Teilnehmer angemeldet haben.

Fachschulung 1 | Live-Webinar
Hormone natürlich ins Gleichgewicht bringen
20.–21. Januar 2023 // Referentin: Elisabeth Buchner

Im neuen Jahr werden wir aber auch wieder zwei Präsenzschulungen (Schulung 1) in Erlangen anbieten – eine am 12.–13. Mai und am 29.–30. September. Alle weiteren Termine unserer zehn verschiedenen Schulungen sind auf unserer Internetseite eingepflegt und können gebucht werden.
http://hormonselbsthilfe.de/hsh-netz/schulungen/

3.2 Save the date: Netzwerktreffen 13.–14. Oktober 2023
Nach drei Jahren Pause wird es im nächsten Jahr endlich wieder ein Netzwerktreffen geben. So viele von uns wünschen sich Austausch und persönliche Begegnungen im Netzwerk. Da dies die letzten Jahre nur eingeschränkt möglich war, haben wir sehr viel nachzuholen.

Umso mehr freuen wir uns daher auf das Netzwerktreffen und hoffen, dass möglichst viele von Euch daran teilnehmen können. Zum Vormerken im Kalender, hier schon mal der Termin.
13.–14. Oktober 2023
Stattfinden wird unser Treffen in der Nähe von Nürnberg. Genauere Informationen zum Veranstaltungsort, dem Programm sowie zur Anmeldung folgen noch.

 

 

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Dieser Artikel wurde veröffentlicht auf Hormonselbsthilfe - https://hormonselbsthilfe.de

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